LUKAS

KANDIDIERT FÜR DEN LANDESVORSITZ

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Liebe Genossinnen und Genossen,


nach reiflicher Überlegung habe ich für mich entschieden, auf der Landeskonferenz der Jusos am 24.11. als Landesvorsitzender zu kandidieren. 

Die SPD im Bund, aber auch in Hessen, befindet sich nach der Landtagswahl in einem extrem schwierigen Zustand. Gerade in dieser Zeit ist es wichtig, dass sich die Jusos als Stimme der jungen Genoss*innen in der SPD Gehör verschaffen und nicht dabei zusehen, wie unsere Partei in der Bevölkerung und auch intern immer weiter an Profil verliert.

Es geht gerade nach dieser Landtagswahl darum deutlich zu machen, dass die Themen, für die wir stehen, vor allem in diesen Zeiten lautstark diskutiert werden müssen. Die Frage für junge Menschen, ob das Gehalt zum Leben reicht oder man jeden Euro dreimal umdrehen muss, die Frage danach, ob ich überall studieren kann oder meine Wunschuni für mich nur ein Wunsch bleibt, weil ich mir die Mieten nicht leisten kann sowie die Fragen danach, wieso wir es nicht schaffen, Konzernen deutliche Ansagen zu machen und ein Verhalten wie jenes im Dieselskandal nicht auf den Steuerzahler abwälzen. 

Wir konnten diese Themen im Wahlkampf in meinen Augen aber nicht glaubwürdig an die Leute bringen. Das lag auch daran, dass wir es nicht geschafft haben, junge Kandidat*innen auf der Liste an aussichtsreicher Stelle zu platzieren. Hinzu kommt, dass in der Bundespolitik so viele Fehler gemacht wurden, weshalb wir unsere guten Themen nicht ordentlich vermarkten konnten. Das war in doppelter Hinsicht bitter. Zum einen haben die Hess*innen wesentlich mehr über Maaßen und Diesel als über Wohnungsnot, Mobilitätswende und kaputte Schulen geredet. Zum anderen hatten die vielen Wahlkämpfer*innen in der Partei das Gefühl, man baue hier was Ordentliches auf, was von Berlin innerhalb von Sekundenbruchteilen mit dem Arsch wieder eingerissen wird. Diese Ausgangslage hat es uns verdammt schwer gemacht, im Wahlkampf noch eigene Punkte zu setzen. 

Die Landtagswahl hatte neben den vielen Schattenseiten aber auch gute Seiten. Wir haben es in meinem Unterbezirk nicht nur geschafft, ein Direktmandat zu verteidigen; uns ist es in einem anstrengenden Kraftakt auch gelungen, mit Bijan Kaffenberger einen jungen Menschen in den Hessischen Landtag zu wählen, der eine klare Linie hat und das Ding in einem bis dato klar schwarz verorteten Wahlkreis mit 4% Abstand nach Hause geholt hat. Grund für diesen Erfolg war nicht zuletzt die intensive Arbeit der Jusos vor Ort. Das zeigt: Es ist durchaus möglich, gegen den Trend noch Erfolge einzufahren.

Die SPD hat nur Zukunft, wenn wir uns den Problemen innerhalb unserer Partei stellen und diese Probleme nicht nur analysieren, sondern aufarbeiten und Konsequenzen einfordern. Hier sehe ich die Jusos als die Kraft, die diesen Erneuerungsprozess zusammen in Angriff nehmen müssen und sollten. Wer, wenn nicht wir? Es ist an der Zeit, dass sich was ändert und wir sowohl in Hessen als auch im Bund als die wahre Alternative zu konservativem und reaktionärem Zeitgeist sind. 

Ich bin 23 Jahre alt, studiere in Frankfurt und bin seit vier Jahren Unterbezirksvorsitzender in Darmstadt-Dieburg und seit dem letzten Jahr stellvertretender Landesvorsitzender. Mit der Erfahrung auf diesen Ebenen will ich zum einen dafür sorgen, dass insbesondere die Unterbezirke und damit unsere Basis eine starke Stimme gegenüber dem Landesverband haben. Ich bin niemand, der Kritik um der Kritik Willen übt. Es ist in meinen Augen aber unerlässlich, dass die Jusos als warnende und progressive Stimme in der Partei weiter Missstände ansprechen und für eine wirkliche Erneuerung der SPD sorgen. Nur wenn wir es schaffen, der SPD deutlich klarzumachen, dass ein Weiter so – auch in Hessen - mit uns nicht zu machen ist und dass wir uns immer auf die Fahne schreiben werden, konstruktive Kritik zu üben, nur dann sehe ich für uns die Chance, unsere Partei wieder aus dem Loch zu holen, in dem wir uns aktuell befinden. 

Es zeigt sich: Die Jusos sind wichtiger denn je. Auf uns kommt es an. Ohne uns wird es keinen Neustart und damit auch keine wesentliche Veränderung geben. Dafür will ich kämpfen. Und dafür brauche ich jede Unterstützung. 

Auf in den Kampf, damit wir auch in Zukunft noch für ein starkes Hessen kämpfen können.

Glück auf!

Euer Lukas

© 2018 Jusos Darmstadt-Dieburg 

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